“Say on Pay“ auch bei Novartis – Selbstregulierung setzt sich durch
Mit Novartis hat ein weiteres börsenkotiertes Schweizer Grossunternehmen angekündigt, an ihrer nächsten Generalversammlung die Aktionäre in die Debatte über das Entschädigungssystem einzubeziehen. Damit führen insgesamt neun SMI-Firmen Konsultativabstimmungen zur Salärfrage („say on pay“) durch.
Novartis will an ihrer nächsten Generalversammlung eine Konsultativabstimmung der Aktionäre über das Vergütungssystem einführen. Zudem soll die konsultative "Say-on-Pay"-Aktionärsabstimmung über ihr Vergütungssystem in die Statuten aufgenommen werden. Eine Aktionärsabstimmung würde gemäss dieser statutarischen Regelung vor jeder bedeutenden Änderung des Vergütungssystems des Konzerns und mindestens alle drei Jahre stattfinden.
Rund 85 Prozent der SMI-Börsenkapitalisierung abgedeckt
Mit dem Entscheid von Novartis kommt ein weiteres SMI-Schwergewicht den Empfehlungen des „Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance“ von economiesuisse nach. Dieser Code empfiehlt, die Aktionäre in geeigneter Form in die Debatte über das Entschädigungssystem einzubeziehen. Die Praxis zeigt, dass immer mehr Unternehmen dieser Empfehlung nachkommen. Bereits etwas früher haben ABB, Credit Suisse, Nestlé, Roche, Swiss Life, Swiss Re, UBS und Zurich Financial Services angekündigt, an ihren Generalversammlungen entsprechende Konsultativabstimmungen durchzuführen. Auf diese Firmen entfällt eine Börsenkapitalisierung von 67 Prozent. Mit Novartis steigt der Börsenkapitalisierungsanteil nun auf 85 Prozent.


